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Landratsamt Tuttlingen

Schwerbehindertenausweis

Informationen

Zuständig für die Bearbeitung von Anträgen auf Feststellung von Behinderungen/Funktionsbeeinträchtigungen nach dem Schwerbehindertenrecht bzw. Sozialgesetzbuch IX und auf Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises ist das Versorgungsamt beim Landratsamt.

Das Dienstgebäude befindet sich in der Bahnhofstr. 80 in 78532 Tuttlingen.

Eine Behinderung liegt dann vor, wenn körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten oder die seelische Gesundheit eingeschränkt sind und diese Einschränkungen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nicht nur vorübergehend beeinträchtigen. Dabei ist die Ursache der Behinderung/Funktionsbeeinträchtigung unerheblich. Menschen sind im Sinne des SGB IX schwerbehindert, wenn der Grad der Behinderung (GdB) wenigstens 50 beträgt.

Als Nachweis der Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch dient ein vom Landratsamt ausgestellter Ausweis und nicht der Feststellungsbescheid.

Für alle Schwerbehinderten, insbesondere aber für ältere Menschen, die nicht mehr berufstätig und nicht mehr steuerpflichtig sind, und bei denen somit der Kündigungsschutz, der Zusatzurlaub und der Steuerfreibetrag keine Rolle spielen, ist ein Schwerbehindertenausweis nur dann interessant, wenn dieser ein (oder ggf. auch mehrere) Merkzeichen enthält, da mit der Feststellung von Merkzeichen jeweils Nachteilsausgleiche in Anspruch genommen werden können.

Kurzbeschreibung der möglichen Merkzeichen:

Merkzeichen G
Der Ausweisinhaber ist in seiner Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt.
Nachteilsausgleich: Wertmarke (i.d.R. gegen Entgelt) für die Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr oder 50% KfZ-Steuerermäßigung.

Merkzeichen aG
Der Ausweisinhaber ist außergewöhnlich gehbehindert.
Nachteilsausgleich: Wertmarke (i.d.R. gegen Entgelt) für Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr und KfZ-Steuerbefreiung sowie Parkberechtigung auf Schwerbehindertenparkplätzen.

Für das Parken auf den Schwerbehindertenparkplätzen ist der sog. „Blaue Parkausweis“ erforderlich, der bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde unter Vorlage des Schwerbehindertenausweises beantragt werden kann.

Merkzeichen H
Der Ausweisinhaber ist hilflos.Nachteilsausgleich: Kostenfreie Wertmarke für Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr und KfZ-Steuerbefreiung.

Merkzeichen BL
Der Ausweisinhaber ist blind.
Nachteilsausgleich:Kostenlose Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr und KfZ-Steuerbefreiung und Parkberechtigung auf Schwerbehindertenparkplätzen.

Merkzeichen GL
Der Ausweisinhaber ist gehörlos.
Nachteilsausgleich: Wertmarke (i.d.R. gegen Entgelt) für Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr oder KfZ-Steuerermäßigung um 50%.

Merkzeichen B
Die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson ist nachgewiesen.
Nachteilsausgleich: Die Begleitperson kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Begleitung des Ausweisinhabers unbegrenzt frei fahren (für ICE-Benutzung wird evtl. Zuschlag erhoben- Auskünfte erteilt die Deutsche Bahn)

Merkzeichen RF
In der Regel Ermäßigung der Rundfunkgebühren auf ein Drittel der Normalgebühr.

Für bestimmte Menschen, die zwar behindert, aber nicht schwerbehindert sind

(GdB weniger als 50, also GdB 30 und 40), gibt es auf Antrag Bescheinigungen, die vom Versorgungsamt zur Inanspruchnahme von Rechten und Nachteilsausgleichen ausgestellt werden (z.B. für einen Steuerfreibetrag). Voraussetzung hierfür ist, dass die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat und dies im Bescheid ausdrücklich bestätigt wird.

Nähere Informationen enthalten die beim Versorgungsamt erhältlichen Merkblätter.

Bei Fragen zur Antragstellung und zur Schwerbehinderung oder zu den medizinischen Voraussetzungen für die Feststellung von Merkzeichen usw. geben die Bediensteten des Versorgungsamts gerne persönlich oder telefonisch Auskunft.

Sprechzeiten:

Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 13:00 Uhr, Donnerstagnachmittag von 14:00 bis 18:00 Uhr und
Freitag von 7:30 bis 12:00 Uhr

Telefon: 07461 926-4300
Email: versorgungsamt@landkreis-tuttlingen.de

Im übrigen halten auch die Gemeinde- und Stadtverwaltungen sowie die Bürgerämter, das Sozialamt im Landratsamt und vielfach auch die niedergelassenen Ärzte entsprechende Antragsformulare und Merkblätter bereit.

Gemeinsame Dienststelle Rottweil

Ein speziell definierter Teil der Aufgaben des ehemaligen Versorgungsamtes Rottweil ist im Rahmen einer „Gemeinsamen Dienststelle“ für die folgende Landkreise in Rottweil verblieben: Freudenstadt, Reutlingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tübingen, Tuttlingen und Zollernalbkreis.

Hauptaufgabe der gemeinsamen Dienststelle ist die Kriegsopferversorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz (Rentenleistungen an Kriegsbeschädigte und Kriegerwitwen). Ferner werden in dieser Dienststelle die sogenannten Nebengesetze („Spezialgesetze“) bearbeitet, wie das Opferentschädigungsgesetz (OEG), Soldatenversorgungsgesetz (SVG-Bundeswehr), Infektionsschutzgesetz (IfSG-Impfschäden), Häftlingshilfegesetz (HHG), Strafrechtliches Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG), Verwaltungsrechtliches Rehabilitierungsgesetz (VwRehaG); zu diesen Gesetzen gehört jeweils auch der Bereich Heilbehandlung.

Die gemeinsame Dienststelle in Rottweil erreichen Sie unter Telefon: 0741 / 2440 oder 0741 / 244 492, Fax: 0741/244 464, Email: versorgungsamt@landkreis-rottweil.de