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Pressemitteilungen
12.05.2017

Landratsamt erhält zusätzliches Geld für flüchtlingsbedingten Mehraufwand

Der Bund stellt für die Integration von Flüchtlingen umfangreiche finanzielle Hilfen zur Verfügung. Davon profitiert auch der Landkreis Tuttlingen. „Vor wenigen Tagen erhielten wir die Nachricht, dass die Jobcenter in diesem Jahr weitere Mittel in Höhe von 190 Mio. Euro für den flüchtlingsbedingten Mehraufwand vom Bund erhalten“, gibt Landrat Stefan Bär bekannt. Auf den Landkreis Tuttlingen entfallen insgesamt 265.000 Euro. „Jeweils 132.500 Euro können wir für Eingliederungsmaßnahmen und für weiteres Personal im Kommunalen Jobcenter in diesem Jahr zusätzlich einsetzen“, freut sich der Landrat.

Wenn Flüchtlinge das Asylverfahren beendet haben und eine Anerkennung erhalten, bekommen sie Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II („Hartz IV“). Für die Auszahlung der Leistung, die Betreuung, Qualifizierung und Vermittlung in Arbeit ist im Landratsamt das Kommunale Jobcenter zuständig. „Bei vielen anerkannten Asylbewerbern steht derzeit noch der Spracherwerb im Vordergrund. Aktuell erhalten im Landkreis rund 900 anerkannte Flüchtlinge Hartz IV-Leistungen vom Kommunalen Jobcenter, darunter rund 700 Personen - Erwachsene und Kinder - aus Syrien“, erläutert Sozialdezernent Bernd Mager. Das Kommunale Jobcenter des Landratsamtes hat ein eigenes Sachgebiet „Arbeitsmarktintegration“ eingerichtet, in dem die Vermittlung von Flüchtlingen in Beschäftigung einer der Arbeitsschwerpunkte ist. „Täglich treten vielerlei Fragen in Bezug auf die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen auf, die uns sehr fordern. Das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jobcenter ist ungebrochen“, unterstreicht der Sozialdezernent.