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Pressemitteilungen
13.04.2017

Sozialminister Manfred Lucha zu Gast im Landkreis Tuttlingen

Über den Besuch des baden-württembergischen Ministers für Soziales und Integration, Manfred Lucha MdL, freuten sich Landrat Stefan Bär sowie Vertreter von Kreistag, Verwaltung, Klinikum und sozialen Einrichtungen am Mittwoch, 12. April 2017. „Mit seinem Besuch drückt Sozialminister Manfred Lucha seine Wertschätzung für unsere Arbeit hier im Landkreis aus“, unterstrich Landrat Bär und dankte dem Minister für seine Zeit. „Besonders freuen wir uns natürlich, dass der Minister nicht mit leeren Händen angereist ist.“

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Eintrag in das Goldene Buch: Der Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha MdL, träg sich in das Goldene Buch des Landkreises Tuttlingen ein. Im Hintergrund (v.l.n.r.): Landrat Stefan Bär, Sozialdezernent Bernd Mager, Sozialamtsleiter Hermann Ristau, Amtsleiterin für Familie, Kinder und Jugend Christina Mar-tin, Fachstellenleiterin für Pflege und Senioren Marianne Thoma und Sozialplaner Wolfgang Hauser.

Bei einem Gespräch im Landratsamt Tuttlingen stellten Sozialdezernent Bernd Mager, Sozialplaner Wolfgang Hauser und Amtsleiterin Christina Martin zunächst die sozialen Strukturen und Besonderheiten im Landkreis Tuttlingen vor. Minister Manfred Lucha zeigte sich beeindruckt von den innovativen Strukturen im Landkreis und betonte: „Der individuelle Weg und die Herangehensweise im Landkreis Tuttlingen sind sympathisch und vernünftig. Darin wird deutlich, dass hier die Verantwortlichkeit, nicht die Zuständigkeit im Vordergrund steht.“

Als Überraschung brachte der Minister einen Zuwendungsbescheid des Landes für das Projekt „Erwachsenenschutz im Landkreis Tuttlingen – Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes im Sinne der Caring Community“ in Höhe von 110.000 Euro mit. Das auf drei Jahre angelegte Projekt zielt auf den Schutz pflegebedürftiger Menschen vor Gewalt und Missbrauch in der häuslichen Umgebung. „Unser Ziel ist es, dass die Menschen in Baden-Württemberg auch unter erschwerten Bedingungen – unterstützt von Familie, Nachbarschaft und pflegeprofessionellen sowie staatlichen Stellen – ein gutes Leben führen können. Das Tuttlinger Konzept der ‚Pflegenden Gemeinde‘ leistet dazu einen sehr wertvollen Beitrag“, so der Minister.

Im Anschluss hatte der Minister die Gelegenheit, die Substitutionspraxis sowie die Fachstelle Sucht in Tuttlingen kennenzulernen. Wolfgang Höcker, medizinischer Direktor des Zentrums für Psychiatrie Reichenau, Christian Heise, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation sowie Fachstellenleiter Marcus Abel stellten die Arbeit der Substitutionspraxis vor. Die Erfolgszahlen im ersten Betriebsjahr zeigen, dass sich der modellhafte Weg in Tuttlingen bereits bewährt hat und die Praxis ein medizinisch gutes Niveau aufweist. Auch Minister Manfred Lucha zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Arbeit und begrüßte das Tuttlinger Modell: „Die geleistete Arbeit kommt dem gesamten Landkreis zugute.“

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Spatenstich am Klinikum: Mit dem symbolischen Spatenstich ist der offizielle Startschuss für die Sanierung und Erweiterung des C-Baus gefallen. V.l.n.r.: Landrat Stefan Bär, Klinik-Geschäftsführer Sascha Sartor, Sozialminister Manfred Lucha MdL und Architekt Günter Hermann.

Höhepunkt und Abschluss des Ministerbesuchs war der Besuch des Klinikums Landkreis Tuttlingen und die Übergabe eines symbolischen Schecks in Höhe von 9,25 Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung des Bettenhauses C. „Die Landesregierung will sicherstellen, dass die Menschen in Baden-Württemberg auch zukünftig die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten. Die Baumaßnahmen in Tuttlingen sind ein wichtiger Baustein, um die Versorgungsqualität am hiesigen Klinikstandort auch in Zukunft auf hohem Niveau zu halten“, so Minister Manfred Lucha. Auch Landrat Stefan Bär betonte, dass die Gesundheitsversorgung im Landkreis ein hohes öffentliches Gut ist. „Mit dem Klinikum sind wir im Landkreis Tuttlingen sehr gut aufgestellt, aber stetige Veränderungen und Verbesserungen sind notwendig. Deshalb freuen wir uns über die Förderung durch das Land und danken dem Sozialministerium für die gute Zusammenarbeit“, so der Landrat. Klinik-Geschäftsführer Sascha Sartor betonte: „Die Sanierung und Erweiterung des C-Baus ist ein Meilenstein in der Geschichte des Klinikums und wird zu einer unmittelbaren Verbesserung der medizinischen Versorgung und Pflege am Standort Tuttlingen führen.“ Mit der Übergabe des Förderbescheides ist der offizielle Startschuss für die Baumaßnahme gefallen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 22 Millionen Euro.