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Veterinärwesen und Verbraucherschutz

Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz (mit Lebensmittelüberwachung)

Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist Ihr Ansprechpartner sowohl im Bereich Tierhaltung als auch im Bereich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Hier erhalten Sie Informationen zu den Themen Tiergesundheit, Tierseuchenbekämpfung und Tierschutz sowie dem breitgefächerten Feld der Lebensmittelhygiene und -überwachung. In allen Bereichen der Lebensmittelproduktion, beginnend mit der Aufzucht und Haltung der Tiere bis hin zur Verkaufstheke, ist das Veterinärat mit der Überwachung und Beratung befasst. Die Mitarbeiter unseres Amtes überprüfen Hersteller- und Verarbeitungsbetriebe und nehmen Proben zur Untersuchung auf Krankheitserreger, Verderbniserscheinungen, Rückstände oder irreführende Kennzeichnung.

Tierhaltung und Tierseuchenbekämpfung

Bei der Haltung von Tieren - v.a. im landwirtschaftlichen Bereich - ist es unser Ziel, das Auftreten und die Verbreitung von Tierseuchen und Tierkrankheiten zu verhindern und zu bekämpfen. Dies beinhaltet auch den Schutz des Menschen vor Krankheiten, welche vom Tier auf diesen übertragen werden können. Gesunde Tiere sind auch Voraussetzung für gesunde Lebensmittel".
Registrierpflicht von Tierhaltungen und Meldung bei der Tierseuchenkasse
  • Bekämpfung der Herpesvirusinfektion der Rinder (BHV1-Infektion): Abschluss der landesweiten Sanierung bis 30. Juni 2015:
    Die BHV1-Infektion ist eine Herpesvirusinfektion der Rinder, die bei diesen schwere Erkrankungen und damit Leiden und Schäden der Tiere verursachen kann. Für betroffene Tierhalter ist dies mit schweren wirtschaftlichen Verlusten verbunden. Auf den Menschen ist diese Tierseuche nicht übertragbar. Die BHV1-Infektion wird in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2000 staatlich bekämpft; die Koordination erfolgt durch die Veterinärämter. Nachdem die landesweite BHV1-Sanierung der Rinderbestände weit fortgeschritten ist, soll sie bis zum 30.06.2015 abgeschlossen werden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat am 04. April 2014 eine Allgemeinverfügung erlassen und im Staatsanzeiger veröffentlicht, die die erforderlichen speziellen Maßnahmen regelt. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz.
  • Koordination und Überwachung von Programmen im Rahmen der vorbeugenden Tierseuchenbekämpfung (z.B. Tollwut-Überwachung, Schweinepest-Überwachung, Geflügelpest-Untersuchungen)
  • Spezielle Bekämpfungsmaßnahmen bei akuter Seuchengefahr oder Ausbrüchen von Tierseuchen
  • Überwachung des Handels mit Tieren
  • Ausstellung von amtstierärztlichen Zeugnissen für Tiere im Reiseverkehr
    (Homepage BMEL - Thema »Reisen mit Heimtieren«)
  • Überwachung der Beseitigung von Tierkörpern und Schlachtabfällen
  • Überwachung des Tierarzneimitteleinsatzes in landwirtschaftlichen Betrieben

Tierschutz

Im Bereich Tierschutz beschäftigt sich das Veterinäramt sowohl mit der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere als auch mit gewerblichen Haltungen, wie z.B. Reitbetrieben, Tierzuchten oder Zirkusbetrieben. Des weiteren beraten und informieren wir auch über die tierschutzgerechte Tierhaltung im Privatbereich.

  • Überwachung der landwirtschaftlichen Tierhaltungen
  • Überprüfung anderer Tierhaltungen (Privatbereich) bei begründetem Verdacht
  • Tierschutz beim Transport
  • Tierschutz beim Schlachten
  • Stellungnahme zu Stallbaugesuchen
  • Erteilung der Erlaubnis für bestimmte Betriebe und Tätigkeiten und Überwachung dieser erlaubnispflichtigen Betriebe, wie z.B.:
    - Gewerbsmäßiges Züchten und Halten von Wirbeltieren (außer landwirtschaftliche Nutztiere)
    - Gewerbsmäßigen Handel mit Wirbeltieren, gewerblicher Tiertransport
    - Gewerbsmäßige Reit- und Fahrbetriebe
    - Hundeausbildung, Hundeschulen
    - Wildparks, Zoos, Zirkusse
    - Durchführung von Tierbörsen
    - Schlachten von Tieren

Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz

Homepage Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Homepage Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Ziel der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, den Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren sowie Irreführung oder Täuschung zu schützen. Hierzu wird in Zusammenarbeit mit den Chemischen- und Veterinäruntersuchungsämtern die Herstellung, Verarbeitung, Lagerung und der Handel von und mit Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen (wie z.B. Essgeschirr, Bekleidung oder Spielsachen) und Kosmetika kontrolliert. Es soll sichergestellt werden, dass nur einwandfreie und unbedenkliche Ware vertrieben wird.

  • Unangemeldete Kontrollen in Betrieben, welche die genannten Produkte herstellen oder vertreiben, mit einem besonderen Augenmerk auf die Einhaltung der hygienischen Anforderungen und die ordnungsgemäße Kennzeichnung
  • Probenahmen von im Handel befindlichen Waren, welche in den Chemischen- und Veterinäruntersuchungsämtern untersucht werden
  • Entnahme von Verdachtsproben, z.B. nach Erkrankungsfällen
  • Anordnung von Maßnahmen bis hin zur Betriebsschließung bei gravierenden Missständen, Ahndung von Verstößen (Verwarnungen, Bußgelder, bei schwerwiegenden Verstößen Einschaltung der Staatsanwaltschaft)
  • Beratung und Stellungnahme bei Baugesuchen und bei Anträgen auf Gaststättenkonzession

Veröffentlichung von Hygieneverstößen
Erhebliche Verstöße gegen Hygienevorschriften oder Vorschriften des Gesundheits- oder Täuschungsschutzes werden ab 01.09.2012 von der Lebensmittelüberwachungsbehörde unter Namensnennung des Verantwortlichen veröffentlicht.

Rechtliche Informationen zur Information der Verbraucher nach § 40 Abs. 1a LFGB [weiter]

Tabelle der Hygieneverstöße im Landkreis Tuttlingen [weiter zur pdf]

Aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 28.01.2013, Az. 9 S 2423/12 werden infolge der anhängigen gerichtlichen Verfahren derzeit bis zu einer abschließenden Klärung vorläufig keine Veröffentlichungen vorgenommen.

Fleischhygiene

Das sensible Lebensmittel „Fleisch“ erfordert von der Herstellung bis zur Verkaufstheke eine regelmäßige Überwachung. Dies beginnt mit der tierärztlichen Untersuchung der angelieferten Schlachttiere (Lebendbeschau), setzt sich in der Untersuchung der Schlachttierkörper (Fleischbeschau) fort und reicht über die Verarbeitung, Lagerung und den Transport bis zum Verkauf. In den Betrieben werden die räumlichen, technischen und personellen Anforderungen für einen hygienischen Umgang mit diesem Lebensmittel überprüft. Bei bestimmten Tierarten werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, so z.B. die BSE-Tests bei älteren Rindern oder die Untersuchung auf Trichinen bei Haus- und Wildschweinen.

  • Schlachttier- und Fleischuntersuchung durch Amtstierärzte, amtliche Tierärzte und Fleischkontrolleure
  • Betriebskontrollen in Metzgereien und Fleischereifilialen, sowie bei Direktvermarktern
  • Stichproben bei Schlachttieren auf unerlaubte Rückstände, Entnahme von Verdachtsproben im Einzelfall
  • BSE-Untersuchung von Schlachtrindern über 96 Monate, Überwachung der Entsorgung des sogenannten BSE-Risikomaterials (u.a. Gehirn und Rückenmark)
  • Untersuchung von Schweinen auf Trichinen
  • Anordnung von Maßnahmen bis hin zur Betriebsschließung bei gravierenden Missständen, Ahndung von Verstößen (Verwarnungen, Bußgelder, bei schwerwiegenden Verstößen Einschaltung der Staatsanwaltschaft)
  • Beratung bei Bauvorhaben, Stellungnahme zu Baugesuchen

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