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Blick auf die Gemeinde Bärenthal

Gemeinde Bärenthal

Mit rund 450 Einwohnern zählt die Gemeinde Bärenthal zu den kleinsten selbständigen Gemeinden im Land Baden-Württemberg. Die kleine Gemeinde Bärenthal ist ein Modell dafür, daß auch kleine Gemeinden lebensfähig sind. Die Bärenthaler sind stolz auf ihre eigene Volksvertretungen, Gemeinderat und Bürgermeister, das eigene Rathaus, die eigene Haushalts- und Finanzhoheit und auf die eigene Verwaltungskraft. Als Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbandes Donau-Heuberg hat die Gemeinde Bärenthal, insbesondere im Bereich des Rechtsamtes, der Kämmerei und der technischen Verwaltung eine ausreichende Exekutive, um die kleine Gemeinde ordnungsgemäß zu verwalten. Bärenthal ist staatlich anerkannter Erholungsort und liegt in der gesundheitlich besonders zuträglichen Höhenlage von 650 - 900 Meter über dem Meer. Bärenthal ist eingebettet in das reizvolle Tal der Bära, dessen Ursprünglichkeit jeden Naturliebhaber begeistert. Wunderschöne Felsausblicke, die Schlößlemühle Ensisheim mit dem einstmals größten oberschlächtigen Wasserrad aus Holz, die neu erbaute Wallfahrtskapelle "Maria-Mutter Europas" auf Gnadenweiler und der neugestaltete Sankt Michaelis-Platz in der Ortsmitte sind einmalige Sehenswürdigkeiten. Über 20 Naturerlebnisse und Naturschönheiten wurden zwischenzeitlich von der Gemeinde Bärenthal und vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Bärenthal, der auf Gnadenweiler auch den Heckenlehrpfad Vogelbühl angelegt hat, in Vier-Wander-Erlebnisrouten mit einer Gehzeit von 2 bis 3,5 Stunden auf Informationstafeln dargestellt. Über das Bäratal, Ortsmitte, christliche Pforte nach Gnadenweiler und neue Wallfahrtskapelle „Maria – Mutter Europas“, ein Bauwerk von höchstem religiösem und künstlerischem Format, verläuft der Hauptweg des Jakobs- und des Martinus Pilgerweges zur Erzabtei in Beuron, einer traditionellen Fußpilgerstätte. Besonders reizvoll und gerne angenommen wird der speziell für Familien und Kinder geschaffene Bärenthaler Familienwanderweg.  Zentral in der Ortsmitte gelegen und fußläufig gut erreichbar ist der von „Pro Lebensqualität“ geschaffene Kinderspielplatz hinter dem Pfarrhaus und die bürgerliche Gaststätte „Ochsen“.. Das Dorf war ursprünglich stark landwirtschaftlich geprägt und hat in den letzten Jahren eine gute wirtschaftliche Entwicklung durchlaufen. Präzisions-Automaten Drehteile für alle Industriebereiche, eine Omnibusunternehmung, ein Estrich-Parkettgeschäft, eine Firma für Dachdeckungen und Gewässerabdichtungen, Papierverarbeitung, Kleinbetriebe der Chirurgie und ein Ladengeschäft sichern eine gute Wirtschaftskraft und 120 Arbeitsplätze am Ort. Seit 2012 ist in Bärenthal DSL mit einer Geschwindigkeit von 25 bis 50 Mbit/s verfügbar  Eine wichtige Voraussetzung für die weitere Ansiedlung von Gewerbe. „Im Eschle“ ist zwischenzeitlich das neue Bärenthal mit gewerblichen Ansiedlungen und Wohnhäusern entstanden. Einheimische und auswärtige Interessenten können dort wohnbauliche und gewerbliche Flächen zu günstigen Konditionen in schöner Natur und Landschaft erwerben. Vorhanden ist ein 2-gruppiger Kindergarten. Durch das im Landkreis Tuttlingen einmalige Tagesmütterkonzept kann die Gemeinde eine Kleinkindbetreuung durchgehend von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends an fünf Tagen in der Woche anbieten. Fremde und Feriengäste kommen sehr gerne nach Bärenthal, das im Herzen des Naturparkes Obere Donau liegt und sich in nächster Nachbarschaft zum bekannten Wallfahrtsort Beuron im Oberen Donautal befindet. Verkehrsmäßig liegt Bärenthal an der Achse Bodensee/Stuttgart oder Stuttgart/Oberes Donautal.

Geschichte

Das kleine Dorf an der namengebenden Bära tauchte im Jahre 1092 erstmals in den Urkunden auf. Tatsächlich ist Bärenthal bereits viel älter. Bei der Erschließung des Gewerbe- und Wohnbaugebietes Eschle  wurde das „alte Bärenthal“ eine Grabstätte bestehend aus 66 Gräber und einer Kirche aus dem 7. bis 10. Jahrhundert n. Chr. gefunden. Seit dem 14. Jahrhundert tätigte das Kloster Beuron immer wieder Käufe. Die Landeshoheit war lange Zeit strittig. Die Herren von Enzberg, die Hohenzollern und Österreich wegen Hohenberg machten Rechte geltend. Die Niedere Gerichtsbarkeit war 1729 im Besitz von Hohenzollern-Sigmaringen, das 1751 den Ort mit Ensisheirn an Beuron verkaufte. In Ensisheim, einst Mittelpunkt einer kleinen Herrschaft, stand eine Burg, die 1784 zu einem Schlößchen umgebaut wurde. 1796 brannte Bärenthal fast vollständig ab. Der Ort fiel 1803 an Hohenzollern-Sigmaringen, gehörte bis 1830 zum Obervogteiamt Beuron, bis 1861 zum Oberamt Wald, bis 1973 zum Oberamt beziehungsweise Kreis Sigmaringen und kam anschließend zum Landkreis Tuttlingen. Die heutige Friedhofskapelle ist der Chor der 1588 erbauten ersten Kirche. Die Johannes dem Täufer geweihte katholische Pfarrkirche wurde 1758 erbaut und zum letzten Mal 1959 renoviert. Bärenthal ist seit 1974 staatlich anerkannter Erholungsort.