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Pressemitteilungen

Abschluss des Flurneuordnungsverfahrens Emmingen-Liptingen (Ziegelhütte)

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(v.l.n.r.) Heiko Gerstenberger, Harald Heller, Gerhard Waizenegger und Bürgermeister Joachim Löffler

Mit der Übergabe der Schlussurkunden als persönliche Danksagung des Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, wurde das Flurneuordnungsverfahren Emmingen-Liptingen (Ziegelhütte) am Donnerstag, 6. Oktober 2016, beendet.

Der leitende Ingenieur des Verfahrens, Heiko Gerstenberger vom Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landratsamtes Tuttlingen, dankte dem Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Gerhard Waizenegger, seinem Stellvertreter Harald Heller sowie Bürgermeister Joachim Löffler für die enge und durchweg gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand bzw. der Gemeinde Emmingen-Liptingen. Anschließend wurden die Abschlussunterlagen an die Gemeinde übergeben.

Bei einer abschließenden Besichtigung des Verfahrensgebiets am Ostrand von Emmingen waren sich alle Beteiligte einig, eine für die Gemeinde, die Natur und die Bevölkerung optimale Lösung der zuvor in diesem Bereich aufgetretenen Landnutzungskonflikte gefunden zu haben.

Nach der Anordnung des Verfahrens im Mai 2012 konnten nach kurzer Planungs- und Genehmigungsphase bereits im Juni 2013 die neuen, gut ins Gelände eingepassten Wege an die Gemeinde übergeben werden. Anschließend wurde die Neuordnung der Grundstücke vollzogen, die mit der Zuteilung der neuen Grundstücke im November 2013 ihren Abschluss fand. Nachdem die im Verfahren durchgeführten Veränderungen ins Liegenschaftskataster (Vermessungsamt) und Grundbuch (Grundbuchamt) übernommen wurden, konnte das Verfahren jetzt abgeschlossen werden.

Mit diesem Kleinverfahren wurde innerhalb kurzer Zeit die Verlegung der Zufahrt zur Biogasanlage Ziegelhütte aus dem Ort bzw. Sportplatzgelände erreicht. Zusätzlich konnte in dem etwa 11 ha großen Verfahrensgebiet die Zusammenlegung von Flurstücken, verbunden mit einer Optimierung der Flurstücksformen, umgesetzt werden. Dabei entstand ein vielgenutzter neuer Weg am östlichen Ortsrand, der zwischenzeitlich für verschiedenste Freizeitaktivitäten genutzt wird.

Aus ökologischer Sicht konnte der Waldumbau auf dem gemeindeeigenen Waldstück angestoßen werden. Zudem erfolgte die Ausweisung eines Gewässerrandstreifens (Umsetzung des Gewässerentwicklungskonzeptes durch die Gemeinde außerhalb des Verfahrens). Weitere positive Effekte konnten durch die Festlegung eines größeren Schutzstreifens für die vorhandene Baumreihe neben dem südlichen Gewässerlauf erzielt werden. Die Sicherung extensiver Grünlandflächen und die Neuanpflanzung von zwei Baumreihen mit insgesamt 14 Bäumen runden das Maßnahmenpaket dieses rundum gelungenen Vorzeigeverfahrens ab.