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Pressemitteilungen
09.05.2022

Dezentrale Pressegespräche der AG Naturparke Baden-Württemberg in den sieben Naturparken

„Naturparke Baden-Württemberg: regionale Antworten auf globale Themen“ - dieser Herausforderung stellen sich die sieben Naturparke Baden-Württembergs in ihrer täglichen Arbeit. Themen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung durch Aus- und Aufbau regionaler Kreisläufe und Schutz der Natur sind in den Naturparken seit Jahren gängige Themen, die sich auch in den jeweiligen Naturpark-Plänen und der gemeinsamen Zukunftsstrategie 2030 wiederfinden und in Projekte überführt werden.

Das gemeinsame Signal der AG Naturparke Baden-Württemberg ist es, sich die aktuelle Zeitenwende bewusst zu machen und auf Naturpark-Ebene Antwort zu geben.

Gerade überregionale Themen wie „Naturpark-Ranger*innen“, Naturpark-Kochschulen und in einzelnen Naturparken die Naturpark-Klimaprojekte leisten einen wichtigen Beitrag, um die Naturparke sowie ihre Gebietskulissen weiter voranzubringen und fit für die kommenden Herausforderungen zu machen.

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Beim Pressegespräch am 3. Mai 2022 im Haus der Natur in Beuron. V.l.n.r.: Landrat Stefan Bär (1. Vorsitzender des Naturparkvereins), Christina Baumhauer (stellv. Geschäftsführerin des Naturparkvereins), Bernd Schneck (Geschäftsführer des Naturparkvereins) und Kirsten Schille (Projektkoordinatorin) © Naturpark Obere Donau

Aus diesem Anlass luden der 1. Vorsitzende des Naturparks Obere Donau, Landrat Stefan Bär, und die Naturpark-Geschäftsstelle zu einem Pressegespräch am 3. Mai 2022 in das Haus der Natur in Beuron ein, um über aktuelle Projekte zu berichten. In der vergangenen Mitgliederversammlung des Naturparkvereins Obere Donau am 27. April 2022 in Meßstetten wurden neue Förderprojekte in Höhe von ca. 500.000 € verabschiedet, die nun sukzessive von den Antragstellern umgesetzt werden. „Dieses Geld fließt in Projekte der Region und trägt damit aktiv zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes bei“, so der 1. Vorsitzende Stefan Bär.

Welche Themen den Naturpark derzeit beschäftigen, präsentierte die Geschäftsstelle des Naturparks anhand einiger Schaustationen.

Durch nahe Ziele und viele Möglichkeiten zur Erholung leisten Naturparke einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Urlaub vor der eigenen Haustüre wird immer mehr zum Trend, da so Zeit, Nerven und CO²-Emissionen gespart werden. Um sich auf diese Trendwende vorzubereiten, setzt der Naturpark neuerdings auf kleine Minizeltplätze im Wald, den Trekking Camps. Damit soll eine Lücke im touristischen Bereich geschlossen werden, denn bis dato ist es nicht erlaubt, legal im Wald zu übernachten. Extra dafür eingerichtete Bereiche mit Komposttoilette und abschließbarer Feuerstelle sollen es zukünftig möglich machen, auf naturverträgliche Art und Weise dem Naturerlebnis frönen zu können. Das Angebot richtet sich an Wanderer und Abenteurer, die im Einklang mit der Natur, den Naturpark auf diese einzigartige Weise erleben wollen. Zusammen mit den Städten Gammertingen, Mengen und Sigmaringen soll dieses Projekt verwirklicht werden und voraussichtlich im Frühjahr 2023 den Testbetrieb starten.  

Für einen festen Anlaufpunkt, Sichtbarkeit auf der Fläche und einen Ort der Begegnung sollen die geplanten Naturpark-Infopoints sorgen. Neben der Informationsbereitstellung besticht der Infopoint auch durch sein innovatives Design in Form einer Landschaftswelle. Rietheim-Weilheim, Geisingen und Gosheim werden die ersten Naturpark-Gemeinden mit einem solchen Infopoint sein. 

Zur Stärkung regionaler Kreisläufe und Wertschöpfungsketten wurden die Projekte Naturpark-Vespertouren, Schafwollpellets und Wiesendruschsaatgut vorgestellt. Alle Projekte sind Beispiele für die Schlagkraft funktionierender Netzwerke. Landrat Stefan Bär betonte die Wichtigkeit der Netzwerkarbeit, nur so sei es möglich, die Vielfalt an Themen im Naturpark zu bespielen und Synergien auszuschöpfen. Bei den Schafwollpellets handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Erdenhersteller Ökohum aus Herbertingen, der aus nicht vermarktbarer Wolle einen ökologischen Langzeitdünger für den Gartengebrauch fertigt. „Der Schafwolldünger nützt nicht nur den Pflanzen, sondern auch den Schäfereibetrieben, die durch die zusätzliche Absatzmöglichkeit von eigentlicher Ausschussware ein Zubrot generieren können“, erläuterte die stellvertretende Geschäftsführerin Christina Baumhauer. 

„Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein zentraler Schlüssel für ein Umdenken in Sachen Lebensstil und Konsum“, so der Vereinsvorsitzende. Mit dem Projekt „Naturpark-Schule“ wurde durch den Verband deutscher Naturparke ein bundesweites Leuchtturmprojekt ins Leben gerufen, welches mittlerweile ein stattliches Netzwerk an teilnehmenden Schulen und Naturparken aufweisen kann. Mit der Grundschule Inzigkofen wird bald auch der Naturpark Obere Donau diesem Netzwerk angehören. Dabei wird das Ziel verfolgt, Schülerinnen und Schüler zusammen mit außerschulischen Partnern für die Einzigartigkeit der Heimatregion zu begeistern und die Themen Natur und Kultur nachhaltig im Unterricht zu verankern. 

Neben diesen vielen neuen Projekten hat die Naturparkverwaltung aber auch altbewährte Projekte weiter im Blick und möchte diese erfolgreich fortführen. So beispielsweise auch das umfangreiche Veranstaltungsprogramm des Hauses der Natur, von dem bereits diverse Termine im Frühjahr durchgeführt werden konnten. 

Weitere Informationen gibt es unter: www.naturpark-obere-donau.de