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Pressemitteilungen
09.07.2015

EU-Mittel zur Beschäftigungsförderung und Vermeidung von Schulabbruch für den Landkreis Tuttlingen im Jahr 2016

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung in Europa. Er fördert einen starken Arbeitsmarkt und verbessert den Zugang zu Arbeitsplätzen, bietet Qualifizierung und unterstützt soziale Integration. Deshalb beteiligt er sich auch an der Finanzierung von Maßnahmen, die die Beschäftigungs- und Bildungschancen der Menschen in den Landkreisen Baden-Württembergs erhöhen und Armut sowie Diskriminierung bekämpfen.

Der ESF gewährt keine Vollfinanzierung der Projekte, sondern beteiligt sich in der Regel mit bis zu 50 % an den Gesamtkosten eines Vorhabens. Die restlichen Mittel steuern die Projektträger oder andere private bzw. öffentliche Finanzierungsquellen bei.

Für den Förderzeitraum 2014 - 2020 fließen insgesamt rund 260 Mio. Euro ins Land Baden-Württemberg, davon erhält der Landkreis Tuttlingen in den kommenden Förderjahren jeweils 180.000 Euro, insgesamt also 1,08 Mio Euro. Koordiniert durch das Landratsamt Tuttlingen werden EU-Gelder zum einen für Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit zur Verfügung gestellt. Zum anderen werden sie eingesetzt für die Vermeidung von Schulabbrüchen und zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit Jugendlicher und junger Erwachsener. Regionale Bildungsträger und Institutionen können sich mit ihren Projekten um die ESF-Gelder bis 30.09.2015 bewerben. Landrat Stefan Bär: “Seit Beginn des ESF-Programmes im Jahr 2000 konnten wir über die EU - Förderung soziale Projekte in Höhe von insgesamt 2 Mio EUR im Landkreis fördern. Es ist uns in jedem Jahr gelungen, die komplette EU-Fördersumme abzurufen, da unsere Träger kreative und innovative Konzepte vorlegen konnten.“

Im Förderjahr 2016 stehen dem Landkreis Tuttlingen Mittel in Höhe von 152.651,26 € zur Verfügung. Der ESF-Arbeitskreis Tuttlingen wird die eingehenden Förderanträge bewerten und die Fördergelder verteilen. „Wir wünschen uns bei dieser Ausschreibung ausdrücklich innovative Ansätze“, so der Vorsitzende des ESF-Arbeitskreises, Hermann Ristau. „Auch die Kooperation von Trägern ist in einzelnen Bereichen denkbar.“

Der ESF-Arbeitskreis entscheidet im Herbst diesen Jahres über die eingegangen Anträge. Für weitere Rückfragen steht Frau Elke Wenzler unter Telefon 07461 926 4420 zur Verfügung.