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Pressemitteilungen
11.11.2016

Erweiterungsbau des Landratsamtes Tuttlingen: Jury kürt Preisträger des Architektenwettbewerbs

Die Preisträger des Architektenwettbewerbs für den Erweiterungsbau des Landratsamtes Tuttlingen stehen fest. Das Preisgericht hat die insgesamt 30 eingegangenen Entwürfe in der Jurysitzung am 10. November 2016 bewertet. Nach intensiver Diskussion über Vorzüge und Nachteile der Entwürfe hat das Preisgericht einstimmig die Rangfolge bestimmt. Insgesamt wurden fünf Preisträger, darunter drei zweite Preise, ein vierter und ein fünfter Preis, sowie drei Anerkennungen vergeben.

Die zweiten Preise gehen jeweils an die Architekturbüros Drei Architekten aus Stuttgart, K9 Architekten aus Freiburg sowie Beer Bembé Dellinger aus Greifenberg. Den vierten Preis erhält das Architekturbüro Jöllenbeck & Wolf aus Walldorf, den fünften Preis Fröhlichschreiber aus Berlin. Anerkennungen werden an SAA Schweger Architekten aus Hamburg, Broghammer Jana Wohlleber freie Architekten BDA aus Zimmern ob Rottweil sowie Günter Herrmann Architekten BDA aus Stuttgart/Tuttlingen vergeben.

Im nächsten Schritt sollen die mit Preisen ausgezeichneten Entwürfe im nachfolgenden VgV-Verfahren weiterentwickelt werden. Die Verfasser der Arbeiten müssen dabei die Anregungen des Preisgerichts berücksichtigen.

„Wir sind froh über die insgesamt sehr hohe Qualität der eingereichten Wettbewerbsbeiträge“, betont Landrat Stefan Bär. „Viele der Entwürfe sind sehr hochwertig und zeigen, dass sich die Architekten umfassend mit der Thematik des Erweiterungsbaus befasst haben. Zahlreiche kreative und bemerkenswerte Lösungsansätze sind dabei entstanden - die Entscheidung für die besten Entwürfe fiel daher nicht leicht.“

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Architekt Peter W. Schmidt aus Pforzheim, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Aus einem Strauß von guten Lösungen haben wir drei sehr gute ausgewählt, die jetzt mit den Anregungen der Jury weiterentwickelt werden sollen. Das Wettbewerbsrecht bietet die Möglichkeit, die Entwürfe im Rahmen des ohnehin anstehenden Verhandlungsverfahrens weiterzuentwickeln. Der Jury war insgesamt wichtig, dass der Landkreis als Nutzer gehört und ernstgenommen wird und eine gute Entscheidungsgrundlage hat. Die drei zweiten Preisträger sind eine sehr gute Basis dafür, so dass sich die Jury auf dieses Vorgehen einstimmig verständigt hat.“

Die Jury lobte insbesondere die exzellente Wettbewerbsbetreuung, Vorprüfung und Vorbereitung der Preisgerichtssitzung durch das Architekturbüro Kohler Grohe aus Stuttgart.

Das Preisgericht bestand aus Fachpreis- und Sachpreisrichtern, Architektinnen und Architekten sowie Kreisrätinnen und Kreisräten. Zu den Fachpreisrichtern gehörten Peter W. Schmidt (Freier Architekt BDA, Pforzheim), Gabriele D’Inka (Freie Architektin BDA, D’Inka Scheible Hoffmann Architekten BDA, Fellbach), Prof. Hilde Léon (leonwohlhage Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin), Prof. Ulrike Lauber (Freie Architektin BDA, lauber + zottmann architekten gmbH, München), Petra Wörner (Freie Architektin BDA, wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH, Frankfurt), Prof. Thomas Zimmermann (Freier Architekt BDA, raum-z architekten gmbh frankfurt, Frankfurt), Peter Schlaier (Freier Architekt BDA, Reichel Schlaier Architekten GmbH, Stuttgart) und Gunther Bayer (Freier Architekt BDA, Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern).

Zu den Sachpreisrichtern gehörten Landrat Stefan Bär, die Kreisrätinnen und Kreisräte Oberbürgermeister Michael Beck, Joachim Löffler, Isabella Kustermann, Hans-Martin Schwarz, Willi Kamm und Hans-Peter Bensch sowie ihre Stellvertreter (nicht stimmberechtigt) Carl-Roland Henke, Susanne Reinhardt-Klotz, Dieter Müller, Paul Haug und Rainer Buggle. Als sachverständige Berater (ohne Stimmrecht) nahmen vom Landratsamt Tuttlingen der Finanzderzernent Diethard Bernhard, der Personalratsvorsitzende Herbert Stett sowie Sabine Hoffmann-Juschkat, Sachgebietsleiterin Hochbau, an der Sitzung des Preisgerichts teil.

Alle eingegangenen Entwürfe werden von Samstag, 12. November, bis einschließlich Montag, 14. November 2016, im neuen Sparkassenforum in Tuttlingen, Bahnhofstraße 89, öffentlich ausgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr sowie am Montag während der Öffnungszeiten der Kreissparkasse von 8:30 bis 16:30 Uhr ein Bild von den Planungen machen.

Aufgrund der erforderlichen Überarbeitung der Entwürfe der Preisträger muss der ursprünglich vorgesehene Zeitplan angepasst werden, wobei die Beauftragung des Architekten zeitgleich mit der Beauftragung der Fachingenieure im März 2017 vorgesehen ist. Die Kreisverwaltung legt großen Wert darauf, dass Qualität vor Schnelligkeit geht.