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Pressemitteilungen
08.12.2016

Europäische Fördergelder für Benachteiligte am Arbeitsmarkt im Landkreis Tuttlingen

Auch in einer Region mit Vollbeschäftigung und einer Arbeitslosenquote von nur 2,8% ist Arbeit nicht für jeden selbstverständlich. Es gibt Menschen im Landkreis Tuttlingen, die den Zugang zum Arbeitsmarkt alleine nicht finden. Der Europäische Sozialfonds trägt mit seinen Förderprojekten dazu bei, dass auch Langzeitarbeitslose und Benachteiligte wieder am wirtschaftlichen Erfolg teilnehmen können.

 „Es freut mich, dass auch dieses Jahr wieder über 200.000 Euro aus Brüssel über das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg in unseren Landkreis fließen“, betont Landrat Stefan Bär. Mit den Fördermitteln sollen gezielt junge Menschen im Übergang von Schule zum Beruf sowie auch von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen erreicht werden. „Durch die Teilnahme an den Projekten sollen sie befähigt werden, ihre berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen“, erklärt Sozialdezernent Bernd Mager.

Der zuständige ESF-Arbeitskreis, der sich aus Vertretern von Industrie- und Handelskammer, Gewerkschaften, Schul- und Arbeitsverwaltung, sozialen Institutionen und dem Kommunalen Jobcenter zusammensetzt, gestaltet mit seinen Partnern die Verbesserung der Integrationschancen in Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung, Ausbildung oder Qualifizierung.

Nach einem Antrags- und Wettbewerbsverfahren, das im Sommer im Rahmen einer Ausschreibung stattfand, hat der ESF-Arbeitskreis aus den eingereichten Projekten für 2017 vier Konzepte ausgewählt. Berücksichtigt wurden zwei Institutionen auf dem Markt der Arbeitsförderung und zwei Einrichtungen, die sich speziell der Förderung junger Menschen annehmen. Außerdem wird die Förderung für das Projekt „Frauen-Gewalt-Arbeit“, das bereits in 2016 beim Frauenhaus Tuttlingen gestartet ist, für ein weiteres Jahr fortgesetzt.

Eine Förderung erhalten die Berufliche Bildung gGmbH Tuttlingen (BBQ) und Pro Job gGmbH Rottweil. Diese Einrichtungen unterstützen die Integration von Alleinerziehenden und langzeitarbeitslosen Menschen, deren Beschäftigungsfähigkeit erst hergestellt werden muss, in den Arbeitsmarkt.

Für die Durchführung von Projekten für junge Menschen wurden das Berufsförderungszentrum Möhringen gGmbH und die Diakonische Jugendhilfe Mutpol Tuttlingen e.V. ausgewählt. „Beide Einrichtungen leisten mit ihren Beratungsstellen in Spaichingen und Tuttlingen einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der benachteiligten Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung“, unterstreicht Landrat Bär. „Ich danke dem ESF-Arbeitskreis für die gute Projektauswahl, mit der es gelungen ist, die zur Verfügung stehen Fördermittel bedarfsgerecht und umfänglich einzusetzen“, so der Landrat abschließend.

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