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Pressemitteilungen
07.09.2015

Füchse im Stadtgebiet - Stadt und Veterinäramt  geben Tipps - Jetzt Fuchsbaue beseitigen!

Nach vermehrten Fuchssichtungen vor allem im Bereich der Tuttlinger Nordstadt geben das Ordnungsamt der Stadt und das Veterinäramt des Landratsamts jetzt wichtige Hinweise. Vor allem Fuchsbaue auf Privatgrundstücken sorgen für die hohe Population. Grundstücksbesitzer sollten jetzt tätig werden, damit der Fuchsbestand im nächsten Frühjahr nicht noch weiter anwächst.

Zwar leben Füchse in der heutigen Zeit auch im Stadtgebiet. Gerade größere Städte stellen vermehrt wachsende Populationen fest. Diese „Stadtfüchse“ sind das Leben in der Stadt sowie das Zusammenleben mit Menschen gewöhnt. Das - und nicht etwa Tollwut - ist Grund ihrer Zutraulichkeit, wie das Veterinäramt des Landratsamts und das städtische Ordnungsamt in einer gemeinsamen Erklärung jetzt bekannt geben. Wenn Füchse sich jedoch durch das Anlegen von Bauen unter Garagen oder in anderen Hohlräumen auf Privatgrundstücken häuslich niederlassen, ist der nächste Wurf Fuchswelpen im kommenden Frühjahr schon weitgehend gesichert. Dies führt zu einer wachsenden Population im Stadtgebiet. Jetzt, so die beiden Behörden weiter, sind die diesjährigen Jungfüchse selbständig, deshalb sei der richtige Zeitpunkt, um diese Fuchsbaue wirksam zu verschließen.

Dazu sollte der Bau mittels schwerer Steine oder, noch besser, mit Beton wirksam verschlossen werden. Am besten kann dies abends geschehen und natürlich nur, nachdem die Füchse den Bau verlassen haben. Probeweise ist der Bau vorher mit Erde zu verschließen und abzuwarten, ob diese wieder aufgegraben wird. Da der Fuchs von Anfang März bis Ende Juli Schonzeit hat und zudem die Jungfüchse jetzt den Bau verlassen haben dürften, handelt es sich um den idealen Zeitpunkt. Veterinäramt und Ordnungsamt appellieren daher an die Grundstückseigentümer, auch in deren eigenem Interesse diese wichtige eigene Verantwortung wahrzunehmen und jetzt vorhandene Fuchsbaue wirksam zu verschließen.

Ebenso wichtig ist, so die Behörden weiter, das Nahrungsangebot für die Füchse möglichst zu verringern. Offene Komposthaufen oder die Gelben Säcke, die im Freien abgestellt sind, stellen ebenso einen erstklassigen Fuchs-Schnellimbiss dar wie das Schälchen Katzenfutter, das über Nacht draußen steht und nicht von der Katze, sondern vom Fuchs geleert wird. Ein üppiges Nahrungsangebot erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Fuchs fortpflanzt und diese Gegend für die Aufzucht seiner Jungen auswählen wird.

Und was tun, wenn Reinecke Fuchs einem im Garten über den Weg läuft? Vertreiben, raten die Behörden. Dazu eignet sich neben lautem Rufen und Gestikulieren auch eine Spritzpistole oder ein Gartenschlauch - eine Aufgabe für Erwachsene. Allerdings muss dem Fuchs wie jedem Tier stets ein Fluchtweg gelassen werden.

Dann steht zu hoffen, dass der Fuchs diese ungemütliche Nachbarschaft künftig nicht mehr für seine Behausung auswählen wird.

Rückfragen hierzu beantworten Benjamin Hirsch vom städtischen Ordnungsamt unter 07461/99-286 und Dr. Berthold Laufer vom Landratsamt Tuttlingen -Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz- unter 07461/926-5402. Beim Bürgerbüro der Stadt Tuttlingen werden zudem Flyer „Wildtiere in Wohngebieten“ mit weiteren nützlichen Tipps und Informationen kostenlos bereit gehalten.