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Pressemitteilungen
22.03.2022

Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck startet mit Obstbaumschnittkurs in die neue Saison

Pünktlich zu Saisonbeginn lacht die Frühlingssonne vom Himmel. Der perfekte Zeitpunkt, um seine Obstbäume zu schneiden. Doch wie macht man das eigentlich richtig? Am Freitag, dem 1. April 2022 kann man zwischen 14.00 und 17.00 Uhr im Museum lernen, wie man einen Apfelbaum zu einer volleren Krone und reicheren Ernte verhilft. Der Museumsgärtner Martin Bertsche erklärt in diesem Kurs nicht nur die richtigen Schnitttechniken, sondern erläutert auch die benötigten Werkzeuge, denn Gartenschere ist nicht gleich Astsäge. Noch dazu bietet unsere museumseigene Streuobstwiese eine gute Möglichkeit, sich alles unter realen Bedingungen anzuschauen und zeigen zu lassen. 

Die Teilnahmegebühr beträgt 25,00 Euro, inklusive Eintritt. Für alle Kurse ist eine Anmeldung unter 07461 926 3200 oder info@freilichtmuseum-neuhausen.de notwendig.

Ungespritzt: Wie werde ich Schädlinge biologisch los?

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Museumsgärtner Martin Bertsche erklärt, wie man Obstbäume richtig schneidet © Jeanine Rötzer

Nichts ist ärgerlicher als Schädlingsfraß im Garten. Doch dagegen lässt sich was tun, sogar ganz ohne Chemie. Am Sonntag, dem 10. April 2022, ab 15.00 Uhr teilt Museumsgärtner Martin Bertsche sein Wissen mit allen Interessierten. Denn er weiß nicht nur, wie man Obstbäume richtig schneidet, sondern auch wie man Plagegeistern zu Leibe rückt. Und das komplett biologisch mit Tees und Pflanzenbrühen. So wird der Garten auch gleichzeitig gedüngt, ohne dass es auf Kosten der Umwelt geht, oder gar der eigenen Gesundheit. Dieser Vortrag ist der Auftakt zur Begleitreihe der neuen Ausstellung „Fehlstellen - Geheimnisse im Haus Mennwangen“, die ab dem 13. Mai 2022 im Freilichtmuseum zu sehen ist.

Die Teilnahme an dem Vortrag ist kostenfrei, es muss lediglich der Museumseintritt bezahlt werden. Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um eine Anmeldung unter 07461 926 3200 oder info@freilichtmuseum-neuhausen.de.

Das Palmenbinden: eine katholische Tradition

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Biologischer Bauerngarten im Freilichtmuseum

Am Sonntag vor Ostern binden die Katholiken traditionell Palmen und lassen diese in der Kirche weihen. Diese sogenannten Palmen sind gefertigte Gebinde aus immergrünen Gewächsen. Am Samstag, dem 9. April 2022 können junge und junggebliebene Besucherinnen und Besucher ab 13.00 Uhr gemeinsam mit Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern kleine Handpalmen binden. Diese können dann am Sonntag mit in die Kirche genommen und geweiht werden.

Die Palmenbinden symbolisieren die Palmzweige, die beim Einzug Jesus in die Stadt Jerusalem gestreut wurden.  Statt hoch zu Ross auf einem Pferd ritt Jesus auf einem Esel ein. Dieser Brauch des Palmenbindens reicht zurück bis in die Spätantike und das frühe Mittelalter. Die Palmen kündeten einerseits von der 

Vorfreude auf die Auferstehung, andererseits ließen sie die damaligen Menschen in Verbindung mit dem Palmesel die biblische Ostergeschichte nacherleben.

Vor allem die scharfe Kritik der Reformation an den Praktiken, den Palmen zu Schutz- und Heilzwecken zu gebrauchen, führte dazu, dass in den evangelischen Gebieten die Bräuche um die Palmen fast völlig verschwanden. Noch heute ist es jedoch in katholischen Gebieten gebräuchlich, den Palmen nach der Weihe in der Kirche unter Gebeten um Haus und Hof zu tragen und so den Schutz Gottes zu erbitten.

Es handelt sich hier um ein kostenfreies offenes Angebot, eine Anmeldung ist daher nicht nötig.