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Pressemitteilungen
04.02.2021

Gemeinsam gegen Corona

Kontaktbeschränkungen sind das A und O

In der zweiten aktuellen Pandemie-Welle sind deutlich mehr Menschen infiziert als noch in der ersten Welle im Frühjahr 2020. Die Infektionszahlen sind, im Vergleich zum Landesdurchschnitt, noch immer zu hoch. Das gemeinsame Ziel bleibt, die Aufhebung der Einschränkungen. Dies setzt die Reduzierung der Fallzahlen voraus. Dem Verhalten nach mancher zu urteilen wird jedoch immer fraglicher, ob wir alle tatsächlich noch dieses Ziel vor Augen haben und an einem Strang ziehen?

Tuttlingen weiterhin in Spitzengruppe

Fakt ist, dass Lockerungen nur dort zu erwarten sind, wo Inzidenzwerte unterhalb der vorgegebenen Schwellenwerte liegen. Nach über insgesamt 4450 Fällen und 103 Todesfällen gehört der Landkreis Tuttlingen bis heute ungebrochen zu den Spitzenreitern in Baden-Württemberg. Der Inzidenzwert liegt trotz zahlreicher Beschränkungen und immer weiterer Maßnahmen immer noch im Bereich von 100. Sollten wir die Zahlen nicht deutlich senken können, so werden die Schließungen andauern, während in anderen Landkreisen Läden und Gaststätten wieder öffnen dürfen. Wollen wir das wirklich? Wir nicht!

Effektivstes Mittel bleibt Reduzierung von Kontakten

Die Erfahrungen der letzten Monate bestätigen: das effektivste Mittel gegen Corona ist und bleibt die Reduzierung von Kontakten. Damit entziehen wir dem Virus die Grundlage, so dass sich dieser nicht weiterverbreiten kann. Jeder muss sich bewusstwerden, dass er oder sie das Virus potenziell übertragen kann und nur mit verantwortungsvollem Handeln der Verbreitung Einhalt geboten werden kann. Wir tun gut daran, nicht zuletzt auch aus Rücksicht gegenüber unseren Mitmenschen, uns an die Regeln zu halten und damit ein weiteres Mal die Kontrolle über das Virus zurück zu gewinnen. Nur so können wir vielleicht schon bald wieder ein Leben ohne zahlreiche Einschränkungen leben.

Warum die Nachverfolgung von Kontaktpersonen effektiv und entscheidend ist

Die Rückverfolgung von Infektionsketten liegt in der Hand der rund 400 Gesundheitsämter die es in Deutschland gibt. Von der Arbeit in den Behörden hängt bei der Pandemiebewältigung viel ab. Menschen, die Kontakte zu Infizierten hatten, können selbst infiziert sein und andere Menschen anstecken, ohne dass sie selbst Symptome haben. Unterstützen können uns die Menschen nur, wenn diese sich vorsorglich, in der Regel für 10 Tage, in Quarantäne begeben. Ohne die Angaben der Kontaktpersonen, die sich bereits infiziert haben, geht das nicht. Täglich erfragen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes telefonisch die Kontaktpersonen und ob sich bei den Betroffenen Symptome zeigen. Das Problem, das inzwischen häufiger auftritt: oftmals verschweigen Corona-Infizierte die wahre Anzahl ihrer Kontaktpersonen. Dabei geht es dem Gesundheitsamt nicht darum, Fälle zu ahnden oder zu sanktionieren. Es geht einzig und allein um den Schutz der betroffenen Personen und darum, Infektionsketten effizient und schnell zu unterbrechen. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind auf die Ehrlichkeit der Bürger angewiesen.

Eine Infektionskette am Beispiel der Wandergruppe aus dem Donautal

Von 14 Wanderern sind 9 am Ende positiv. Es folgen 48 ermittelte Kontaktpersonen. Davon sind wiederum 17 positiv. Diese Personen geben ein weiteres Mal 19 Kontaktpersonen an, von denen weiter 6 positive Fälle zu verzeichnen sind. So setzt sich die Kette fort. Derzeit haben sich aus der Wanderung insgesamt 32 positive Corona-Fälle binnen knapp einer Woche herauskristallisiert. Ein Ende der Infektionskette ist derzeit noch nicht in Sicht.
Das ist nur ein krasses Beispiel. Ähnliche Folgen hatten ebenfalls private Feierlichkeiten und kirchliche Veranstaltungen. Das Gleiche gilt für kleinere Treffen im privaten Umfeld. Deshalb ist unsere dringende Bitte: Reduzieren Sie Ihre Kontakte und halten Sie Abstand! Wir haben alle was davon!