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Pressemitteilungen
23.11.2021

Im Grenzgebiet Schwarzwald-Baar-Kreis / Landkreis Tuttlingen wurde bei Schwänen Geflügelpest festgestellt. Das Landratsamt Tuttlingen wird eine Allgemeinverfügung erlassen.

Mitarbeiter der Veterinärämter Schwarzwald-Baar-Kreis und Landkreis Tuttlingen bargen am 15.11.2021 vier tote Schwäne aus einem Gewässer in der Nähe von Donaueschingen. Bei einer ersten Untersuchung durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg wurde Geflügelpest vom Subtyp H5N1, auch bekannt als Vogelgrippe oder hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI), festgestellt. Das Ergebnis wurde jetzt vom nationalen Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems) bestätigt. Es handelt sich um den ersten Geflügelpestnachweis in Baden-Württemberg in dieser Saison.

Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine hochansteckende Tierseuche, die seit Mitte Oktober erneut in Wildvogelbeständen in Deutschland nachgewiesen wird und in anderen Bundesländern bereits in Hausgeflügelbestände eingeschleppt wurde. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt das Risiko weiterer Einträge in Geflügelhaltungen und Vogelbestände durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln als hoch ein. Zum Schutz der Hausgeflügelbestände ordnet das Landratsamt Tuttlingen daher die Aufstallung von Geflügel an, vorerst bis zum 17. Januar. Auf Grundlage der bekannten Rastgebiete für wandernde wilde Wasservögel und der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren wird die Aufstallungspflicht derzeit beschränkt auf alle Gemarkungen der Stadt Geisingen sowie auf die Gemarkungen Immendingen, Zimmern, Ippingen und Hintschingen der Gemeinde Immendingen. Der Schwarzwald-Baar-Kreis erlässt ebenfalls eine Allgemeinverfügung für die gefährdeten Gebiete. Geflügelhalter sind angehalten, die Biosicherheitsmaßnahmen zu optimieren und strikt einzuhalten, um eine Verschleppung des Virus zu unterbinden. Kontakte zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden.

Für das gesamte Kreisgebiet gilt, dass noch nicht gemeldete Geflügelhaltungen unverzüglich beim Veterinäramt zu registrieren sind und aufgegebene Haltungen abgemeldet werden müssen.

Sollten Sie krank erscheinende oder tote Wasservögel (z.B. Enten, Schwäne, Reiher), Greifvögel oder Rabenkrähen finden, so fassen Sie diese nicht an, sondern melden Sie diese dem Veterinäramt. Die Jäger im Landkreis werden gebeten, vermehrt auf kranke oder verendete Wasservögel im Revier zu achten und diese zu melden.