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Pressemitteilungen
12.03.2021

Inzidenzwert steigt wieder an

In seiner wöchentlichen Pressekonferenz am Freitag, dem 12. März 2021 betont Landrat Stefan Bär ausdrücklich, dass die Gefahr bezüglich steigender Infektionszahlen noch nicht gebannt sei. „Derzeit bereiten uns die kontinuierlich ansteigenden Fallzahlen vielmehr große Sorgen“, so der Landrat. Und das nicht ohne Grund. Nachdem die Fallzahlen die vergangenen 14 Tage rückläufig waren ist aktuell ein erneuter Anstieg zu verzeichnen. Setzt sich dieser die kommenden Tage auf gleichbleibendem Niveau ungebremst fort, so ist spätestens am kommenden Mittwoch mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 zu rechnen. „Das sind keine guten Aussichten für den Landkreis, denn halten wir den Wert drei Tage infolge, so sind wir ein weiteres Mal verpflichtet zu handeln und entsprechende Maßnahmen umzusetzen“, so Bär weiter. „Das wollen wir nach Möglichkeit vermeiden.“

Heute verzeichnet der Landkreis 26 neue positive Fälle in 7 von 35 Gemeinden. Genesen sind 24 Personen und Todesfälle sind keine zu verzeichnen. Der 7-Tage-Index liegt heute bei 89,1 und wird morgen minimal auf ca. 91 ansteigen. Die Situation in den Pflegeheimen bezeichnet Landrat Bär indes als stabil. Lediglich 14 Bewohner*innen und 17 Mitarbeiter*innen seien Stand heute noch infiziert. Gegenüber der Vorwoche ist ein Rückgang zu verzeichnen. Festzustellen ist, dass die Mutationen anteilig zunehmen. Inzwischen konnten über 90 Mutationen der britischen Virusvariante B.1.1.7. festgestellt werden. Diese liegen heute anteilig bei 33 %. In den letzten Tagen ist dieser Anteil sogar noch höher. Insgesamt ist das Alter der neuinfizierten Personen deutlich gesunken ist.

Auch mit der Auslastung in den Impfzentren zeigt sich Bär zufrieden. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfungen im Januar 12.760 Bürger*innen geimpft. Seit dem 8. März sind alle sechs Impfstraßen geöffnet und täglich werden rund 600 Personen geimpft. Inbegriffen sind Erst- und Zweitimpfungen, wobei Letztere rund ein Drittel der Impfungen ausmachen. „Derzeit sind wir täglich knapp 150 Impfungen von unserer maximalen Obergrenze von 750 Impfungen entfernt. Das, was wir haben impfen wir auch komplett“, freut sich Bär. „Erhöhen sich die Lieferungen der Impfdosen, so können wir weiter zulegen.“ Die aktuell diskutierte Ausweitung der Impfungen wäre als Ergänzung sehr zu begrüßen, bringt aber nur dann eine wirkliche Verbesserung, wenn die Zahl der Impfdosen deutlich gesteigert werden kann. Mit einer reinen Umverteilung der verfügbaren Dosen zwischen dem KIZ und den Arztpraxen ist niemandem geholfen. Wir brauchen zeitnah viel mehr Impfstoff, damit niedergelassene Ärzte und KIZ Hand in Hand arbeiten können. „Unsere Infrastruktur und Logistik stimmen. Der Ablauf ist reibungslos und professionell organisiert. Das bestätigen uns auch Schreiben von Bürger*innen, die sich bei uns bedanken“, bestätigt Bär die positive Resonanz. Lediglich die Terminvergabe gestaltet sich nach wie vor schwierig, zumal durch die Öffnung weiterer Gruppen die Zahl der Impfberechtigten gestiegen ist.

Auch in Punkto Schnelltestungen hat sich einiges getan. Die Schnelltestzentren werden durch die Kommunen organisiert und ggf. auch betrieben. Dabei ist es den einzelnen Gemeinden freigestellt ob und wie sie sich hier organisieren. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Regelungen für die einzelnen Testzentren. Haben Bürger*innen Interesse an der Durchführung eines Schnelltests, so empfiehlt sich der Blick auf die Internetseite der eigenen Gemeinde.