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Pressemitteilungen
28.07.2016

Räumung der Kreissporthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge zum 30. September 2016

Aufgrund der aktuellen Entspannung beim Flüchtlingszugang in den Landkreis Tuttlingen wird die Kreissporthalle als Gemeinschaftsunterkunft schneller als geplant aufgelöst. „Bisher sind wir davon ausgegangen, die Kreissporthalle als Gemeinschaftsunterkunft zum 31. Dezember 2016 auflösen und die dort verbleibenden Flüchtlinge in andere Gemeinschaftsunterkünfte verteilen zu können. Wir können die Räumung der Kreissporthalle nun vorziehen und diese Notunterkunft bereits zum 30. September 2016 auflösen“, so Landrat Stefan Bär. Die Kreissporthalle soll schnellstmöglich wieder dem Schulsport zur Verfügung gestellt werden. Auch die Vereine können dann die Halle wie gewohnt wieder nutzen.

Nach der Räumung der Kreissporthalle wird geprüft, welche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. „Da wir in der Sporthalle einen Schutzbelag ausgelegt haben und der Tribünenbereich gesperrt war, gehen wir davon aus, dass die Sanierungsmaßnahmen zügig abgeschlossen werden können“, so Sozialdezernent Bernd Mager. Im Zuge des großen Flüchtlingszustroms Ende 2015 fanden bis zu 170 Flüchtlinge in der Kreissporthalle Obdach. Im April 2016 hat bereits eine Teilräumung statt gefunden, bei der 59 Flüchtlinge in eine andere Gemeinschaftsunterkunft in Tuttlingen verlegt werden konnten. Die derzeit noch 90 Flüchtlinge, die in der Kreissporthalle leben, werden in den nächsten Wochen in weitere alternative Gemeinschaftsunterkünfte in der Stadt Tuttlingen und in den Kreisgemeinden verteilt.

„Obgleich zu Spitzenzeiten sehr viele Flüchtlinge monatelange auf engem Raum in der Kreissporthalle zusammen lebten, sind wir mit der Gesamtsituation zufrieden. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des Asyl-Helferkreises, die uns bei der Betreuung enorm unterstützt haben, hätte dies alles nicht so reibungslos funktioniert. Wir sind hierfür sehr dankbar. Unser Dank gilt ebenfalls der Stadt Tuttlingen, den angrenzenden Nachbarn und der Polizei. Gerade auch Letztere hat viel für ein geordnetes Zusammenleben beigetragen“, so Landrat Stefan Bär.

In den kommenden Wochen wird das Landratsamt die zahlreichen anstehenden Umzüge koordinieren und umsetzen.