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Pressemitteilungen
22.07.2015

Volker Kauder MdB startet seine Sommertour in den Kreisberufsschulen

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Bild: Volker Kauder MdB im Gespräch mit Schülern des Technischen Gymnasiums

Die beiden Berufsschulen des Landkreises Tuttlingen durften sich am Montag über hohen Besuch aus Berlin freuen. Volker Kauder, CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wählte als Auftakt für seine diesjährige Sommertour den Besuch der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Tuttlingen und der Erwin-Teufel-Schule Spaichingen. Dort hat sich der Vollblut-Politiker viel Zeit genommen, um sich mit den Schulleitern, Hartwig Hils und Thomas Löffler, vor allem aber auch mit den Schülern, über aktuelle Herausforderungen austauschen.

Auf dem Stundenplan in Tuttlingen standen der Besuch der Kfz-Handwerks-Klasse, der Holzfachklasse, der Chirugiemechaniker, der Schülerfirma „Jufi-Cars“, des Ganztagesprojektes im Technischen Gymnasium und der so genannten VABO-Klassen, die speziellen Unterricht für Flüchtlinge anbieten. Neben Ausbildungsplätzen und Übernahmechancen der Schüler in den heimischen Betrieben, interessierte sich der Bundestagsabgeordnete vor allem auch für die Zukunftsperspektive der Asylbewerber. Jede Schülerin und jeder Schüler hatte die Gelegenheit sich und seine Zukunftswünsche vorzustellen. Auf Bundesebene will der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich gemeinsam mit der Kanzlerin für eine stärkere Rolle der Berufsschulen in der Integrationsarbeit einsetzen. „Hier in den Berufsschulen steckt der Schlüssel zum Erfolg. Das hat mir der Besuch der VABO-Klasse heute einmal mehr gezeigt“, so Volker Kauder.

Im persönlichen Gespräch mit Schulleiter Hartwig Hils ging es dann nicht nur um die Zukunftsaussichten der Schüler, sondern auch um die von Studenten naturwissenschaftlicher Fächer, die ihr Studium abbrechen müssen. Auf Bundesebene plant Bildungsministerin Johanna Wanka derzeit das so genannte Projekt „Umsteigen statt Aussteigen“, das Hochschülern die Möglichkeit bieten soll, an die Berufsschulen zu wechseln, wenn sie an der Hochschule nicht weiterkommen. Schulleiter Hartwig Hils erklärte, dass es solch ein Projekt mit dem „Techniker dual“ im Landkreis Tuttlingen bereits seit 2014 gebe. Mit der Initiative „Techniker dual - Spurwechsel“ kann ein Studienabbruch in eine Chance mit attraktiver Perspektive verwandelt werden. Konkret sieht der Techniker dual 2 Jahre Ausbildung als Industriemechaniker in einem Unternehmen, 1 Jahr Fachpraxis als Facharbeiter und anschließend ein Jahr (statt zwei Jahre) Technikerausbildung vor. „Es erstaunt mich nicht, dass es dieses Projekt im Landkreis Tuttlingen schon gibt. Wir sind eine der wirtschaftsstärksten und innovativsten Regionen in ganz Deutschland und haben entsprechend kluge Köpfe“, so Volker Kauder.

Im Anschluss ging es weiter an die Erwin-Teufel-Schule in Spaichingen. Kauder zeigte sich beeindruckt von der wachsenden Zahl der Schüler. 2004 hatte die Schule noch 933 Schüler, heute sind es bereits 1312. „Die Frauenquote in technischen Ausbildungsberufen ist allerdings noch ausbaufähig. 3 Prozent Frauen in technischen Ausbildungszweigen überzeugen mich noch nicht“, so Kauder.

Den Abschluss des Schulbesuchs bildete eine rund 1-stündige Diskussionsveranstaltung mit Schülern. Zunächst berichtete Kauder über seine Arbeit in Berlin und im Wahlkreis, danach konnten die Schüler und Schülerinnen Fragen stellen. Dabei diskutierten sie eifrig Themen wie den Mindestlohn, die aktuellen Entwicklungen in Griechenland, die Zukunft des Solidaritätszuschlages, die Ukraine-Krise, aber auch regionale Themen wie die Ortsumfahrung von Spaichingen.