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Pressemitteilungen
02.07.2021

Wochenbericht KW 26

Corona-Fallzahlen weiterhin auf niedrigem Niveau

Am 14. Juni 2021 verzeichnete der Landkreis Tuttlingen erstmals „Null“ positive neue Fälle. Seither sinken die Fallzahlen kontinuierlich und mit ihnen auch der alles entscheidende Inzidenzwert. Auch heute hat der Landkreis zum siebten Mal innerhalb der letzten vierzehn Tage keine neuen positiven Fälle zu verzeichnen und bleibt so weiterhin mit einem Wert von 6 unterhalb des Inzidenzwertes von 10. Um diesen Wert zu halten darf die durchschnittliche Zahl pro Tag nicht höher sein als zwei. Um den Inzidenzwert von 35 einzuhalten dürften maximal 7 neue Fälle pro Tag hinzukommen. Landrat Stefan Bär ist sichtlich zufrieden mit den aktuellen Entwicklungen, doch die Erfahrungen der letzten 1,5 Jahre haben mehrfach gezeigt, dass sich die Situation auch relativ schnell wieder ändern kann. 

Neue Corona-Verordnung passt Gültigkeitsdauer der Antigen-Tests für Schul- und Kindergartenkinder an

Das Gesundheitsamt teilt heute mit, dass das Land die Gültigkeit von in Einrichtungen durchgeführten Antigen-Tests nun einheitlich auf 60 Stunden festgelegt hat. Bisher lag die Gültigkeit für Tests bei Kindergartenkindern bei 24 Stunden, bei Schulkindern jedoch bei 60 Stunden. „Dies führte bei vielen Eltern - zu Recht - zu Unverständnis“, so der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Anton Haug. Diese unterschiedlichen Regelungen wurde nun mit der neuen Corona-Verordnung des Landes vom 25. Juni 2021 angepasst. § 4 Absatz 4 der Corona-Verordnung vom 25. Juni 2021 stellt klar: „Für Schülerinnen und Schüler ist die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, oder eines von der Schule bescheinigten entsprechenden Testnachweises ausreichend. Dies gilt entsprechend für Kindertageseinrichtungen.“

Corona-Einsatz der Bundeswehr im Kreis ist beendet

Die Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes des Landkreises Tuttlingen werden seit November 2020 durch Kräfte der Bundeswehr unterstützt. Zuvor hatte das Landratsamt Tuttlingen technisch-logistische Hilfe im Rahmen der Pandemie-Bewältigung angefordert. Aufgrund niedriger Fallzahlen und eines stabil niedrigen inzidenzwertes geht der Einsatz der Soldat*innen im Landkreis Tuttlingen heute zu Ende.Insgesamt sechs Kräfte wurden am 3. November 2020 zunächst für den Zeitraum von sechs Wochen an das Landratsamt Tuttlingen entsandt. Zu den wichtigen Aufgaben der Frauen und Männer gehörte die Bearbeitung eingehender E-Mails, Anrufe und Faxe sowie die telefonische Kontaktpersonennachverfolgung und deren Dokumentation. Seither wurden die Einsätze mehrfach verlängert und auch personell verstärkt.

Landrat Stefan Bär begrüßte seinerzeit die Soldat*innen der ersten Stunde persönlich und bringt heute - zum Abschied - erneut seinen Dank zum Ausdruck: „Die Herausforderungen für das Gesundheitsamt waren im Rahmen der Pandemie enorm und vielschichtig. Ich freue mich, dass wir durch die Soldatinnen und Soldaten Unterstützung erfahren haben und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit entlastet werden konnten. Ihnen allen und Ihren Kolleginnen und Kollegen möchte ich meinen persönlichen Dank aussprechen. Ein Dank gilt auch den Tuttlinger Hallen, die uns unkompliziert die notwendigen Räume zur Verfügung stellten.“

Der erste Einsatz der Soldatinnen liegt acht Monate zurück. Am 3. November 2020 starteten die ersten sechs Soldaten mit einem Einsatzumfang von sieben Tagen die Woche von 8 Uhr bis 16 Uhr. Insgesamt wurde der Einsatz mit unterschiedlicher Personalstärke fünf Mal verlängert und auch aufgestockt (6 Soldaten, 10 Soldaten, 8 Soldaten, 15 Soldaten). Die Soldaten stammten aus der in Stetten a. k. M. stationierten Panzerpionierkompanie 550. Die Bundeswehr stellte über den gesamten Zeitraum 46 Soldat*innen. Im Mittel mit ca. 10 Soldat*innen besetzt, errechnet sich eine Einsatzdauer von ca. 19.200 Stunden.

Landkreis Tuttlingen führt zusätzlich „Offenes Impfen“ ein

Nachdem der Landkreis zwischenzeitlich über ausreichend Impfstoff verfügt, soll in den nächsten Tagen das Impfangebot weiter ausgebaut und der Zugang noch niederschwelliger und einfacher ermöglicht werden. Das sogenannte „Offene Impfen“ beginnt am Mittwoch, dem 7. Juli und ist nur für Bewohner*innen des Landkreises Tuttlingen geöffnet. Diese können sich von Montag bis Samstag täglich zwischen 9 Uhr und 12 Uhr sowie zwischen 14 Uhr und 16 Uhr ohne Termin im Kreisimpfzentrum impfen lassen. Als Impfstoffe stehen Biontech, Johnson&Johnson und auch AstraZeneca zur Verfügung – solange der Vorrat reicht. Mitzubringen ist ein gültiger Personalausweis, als Nachweis für den Wohnort im Kreis, und die im Internet abrufbaren Unterlagen für das Impfen.

Das reguläre Impfen über Terminvergabe ist weiterhin möglich und bleibt davon unberührt. Ebenso führt das KIZ in Kooperation mit den Gemeinden, dem Sportkreis und den Kirchen weiterhin zahlreiche Sonderaktionen durch. „Die ersten Termine stehen bereits fest“, bestätigt Bernhard Flad die neue und mehrgleisige Vorgehensweise. „Unsere Erfahrung ist, dass die jeweiligen Akteure die Menschen noch einmal auf direkterem Wege ansprechen und erreichen können“, so Flad. So bieten Fad und sein Team beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen am 7. Juli einen Impftermin für impfwillige Mitarbeiter*innen von Handwerksbetrieben an. Am 11. Juli findet, organisiert über den Sportkreis Tuttlingen, ein erster Termin für Vereinssportler statt. In Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen konnten ebenfalls zwei Termine vereinbart werden. Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirche und weitere Christen können am 16. und 18. Juli geimpft werden. Im Laufe der nächsten Wochen wird es weitere Sonderaktionen geben. Auch für die volljährigen Schüler in den Beruflichen Schulen des Landkreises soll es Impfangebote geben. Erste Gespräche mit den Schulleitungen sind angelaufen.

Mit Blick auf die bevorstehende vierte Welle im Herbst dieses Jahres wirbt Landrat Stefan Bär eindringlich für das Impfen: „Ein erneuter Anstieg der Zahlen wird kommen, die Frage ist nur wann und in welchem Umfang. Um diesen so niedrig wie möglich zu halten und damit erneute Einschränkungen in unserem Alltag verhindern zu können sind Impfungen nach wie vor das beste Mittel, gerade mit Blick auf die Delta-Variante. Die Impfquote im Landkreis ist immer noch unterdurchschnittlich. Da können und müssen wir noch zulegen. Umso wichtiger ist es deshalb, die Impfangebote weiter auszubauen und für das Impfen zu werben“, erklärt Bär die Vorbereitungen für die zusätzlichen Impfangebote. „Wir müssen damit rechnen, dass wir spätestens nach den Sommerferien mit neuen Herausforderungen zu kämpfen haben. Aus den Erfahrungen des letzten Sommers sollten wir unsere Lehren ziehen.“, schließt der Landrat seinen Appell.